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Das Huhn in der Kleintierpraxis

Ein Spagat zwischen Lebensmittelieferant und Liebhabertier

Hühner in Privathaltung erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und werden zunehmend in der Kleintierpraxis vorgestellt. Bei der Versorgung dieser Patienten muss allerdings einiges bedacht werden.

Im ersten Teil werden wichtige gesetzliche Bestimmungen angesprochen, insbesondere werden tierschutz-, tierseuchen-, arzneimittel- und lebensmittelrechtliche Vorgaben erläutert. Dabei wird eingehender auf die in Deutschland herrschende Impfpflicht gegen die Newcastle Disease eingegangen, unter besonderer Berücksichtigung der Empfehlungen der StIKo Vet. Da es sich bei Hobbyhühnern um potenziell lebensmittelliefernde Tiere handelt, müssen diese arzneimittelrechtlich entsprechend behandelt werden. In diesem Zusammenhang werden Dokumentationspflichten seitens der Tierärztin/des Tierarztes und der Tierhalterin/des Tierhalters und die gesetzlich vorgeschrieben Wartezeiten auf Eier und essbares Gewebe erläutert. Die Möglichkeit einer Haltererklärung wird vorgestellt.

Der zweite Teil fokussiert sich auf die allgemeine und spezielle Anamnese sowie die allgemeine Untersuchung der Hobbyhühner mit ihren Besonderheiten. Die Fixation und der Untersuchungsgang wird vorgestellt und dabei exemplarisch auf häufige Haltungsfehler wie Nicht-Einhaltung empfohlener Quarantänezeiten, suboptimale Fütterung sowie schlechtes Stallklima und die damit verbundene Problematiken eingegangen.

Der dritte Teil beschäftigt sich mit möglichen weiterführenden Untersuchungen. Handelt es sich um ein geliebtes Einzeltier, kommen weiterführende Untersuchungen entsprechend kleintiermedizinischen Standards wie Strahlendiagnostik, Endoskopie, Sonographie oder auch eine Blutuntersuchung in Betracht. Viele Erkrankungen des Geflügels sind allerdings infektiöser Natur und betreffen häufig weitere Individuen des Bestandes. Die richtig durchgeführte Probennahme ist somit essenziell für die Diagnose und für eine adäquate Therapie. Daher liegt im letzten Teil der Fokus auf die korrekte Probennahme zur mikrobiologischen Diagnostik.

Besuchen Sie auch das folgende vetinar:
Der Ziervogel als Patient

Referent(in)
Dr. Anne Kleine: Tierärztin
Arbeitsgruppenleitung Zier- und Rassegeflügel
Institut für Geflügelkrankheiten, FU Berlin
Dr. Anne Kleine